|
|
DiskOrganizer/32 | |||
|
Yeah! That's me!
Ich kann es mir nicht verkneifen, Sie mit meiner Persönlichkeit zu behelligen:
Geboren und aufgewachsen bin ich (tatsächlich!) am 20. Juni 1976 in Bremen, W-Germany. Seit ich 15 war, interessiere ich mich in zunehmendem Maße für Computer, Hard- und Software und natürlich: Programmiersprachen! Angefangen hat alles (wie könnte es auch anders sein) zunächst mit kleinen BASIC-Programmen, die aber nur aus Lust an der Freude entstanden (und manchmal absolut keinen Sinn hatten....). Nach dieser Zeit brach eine neue Ära der Programmierung an. Es begann die Zeit der Fenster und Menüs, der Mäuse und der objektorientierten Programmierung und die Frage: wie stelle ich das unter DOS (gab es damals noch...) an??
PASCAL brachte die Lösung, oder besser gesagt: führte mich auf den Weg dahin. Denn: DOS-Programmierung ist etwas für Sadisten! Jedes kleine popelige Fenster, jeder Mouse-Event und wirklich jede Schaltfläche mußte umständlich per Hand codiert, getestet und verworfen werden (die Bibel zu übersetzen wäre nicht weniger Arbeit). Doch mangels Erfahrung und finanzieller Mittel (kostet auch alles Geld) entschloß ich mich enthusiastisch wie ich damals war, diesen Weg einen Schritt weiter zu gehen, und so entstand im Februar 1995 die erste, rudimentäre Version 1.0 des DiskOrganizer. Der Name sagt alles: Organisieren von (zunächst nur) Disketten. Denn: Im Laufe der Zeit sammelt sich soviel an, man sucht etwas und findet nichts! Mangels sinnvoller und tatsächlich brauchbarer Tools auf diesem Gebiet entschloß ich mich also, selbst tätig zu werden.
Glücklicherweise wurden damals im Informatik-Unterricht (ich war wohl in der 11. Klasse der Sek. II Gymnasium) die ersten Datenbankstrukturen behandelt, so daß ich diese Kenntnisse sofort für mein neues Projekt einsetzen konnte. So dachte ich jedenfalls. Aber zahlreiche Fehlermeldungen und Systemabstürze später war die Version 1.0 lauffähig, wenn man mal vom etwas merkwürdigen Design absah, konnte das Programm doch schon mit den wichtigsten Funktionen aufwarten und einige Mitbewerber, wenn auch nicht in der Optik, aber in jedem Fall in der Funktionalität um Längen schlagen!
Der Grundstein für eine erfolgreiche Programmidee war gelegt und nun ließ sich die Entwicklung nicht mehr aufhalten. So entstanden einige Jahre noch weitere DOS-Versionen dieser Software (ich glaube, es ging bis 2.2(1)), bis ich auf den Trichter kam, Windows hat ja auch was zubieten. Auslöser war allerdings der doch schon etwas größere Speicherhunger meiner Anwendung, so daß der konventionelle DOS-Speicher schnell knapp wurde. Eine Aufwendige EMS- oder XMS-Programmierung kam schon aus Prinzip nicht in Frage, also mußte entweder der Protected Mode her oder Windows. Da Windows grundsätzlich mehr zu bieten hatte, vor allem in punkto Speicher, war klar: Du mußt Dich an Windows heranmachen. Gesagt getan. Doch die ersten Schritte waren steinig, hätte ich nicht im letzten Moment den enscheidenden Kick, das Erfolgserlebnis schlechthin, bekommen, hätte ich Windows aufgegeben. Es war wirklich ein Ergebnis in letzter Minute.
Somit konnte dieser Weg also weitgehend geebnet werden, doch neue Probleme ergaben sich: die Windows-API und das damals absolut umständliche Fensterhandling wollten nicht so, wie ich wollte. Ergebnis war, zugegeben, eine ziemliche Krücke als erste Windowsversion, teils mit Fehlern, die nicht nur schwer zu finden, sondern schlichtweg unlogisch waren. Aber man gibt nicht auf: die Fehler wurden ausgebessert, neue Funktionen integriert und die Sicherheit verbessert.
Nachdem die Möglichkeiten der 16-Bit Programmierung ausgeschöpft zu sein schienen, entschied ich mich im März 1997, die Programmiersprache Borland Delphi 2.0 zu kaufen und mein Glück in der 32-Bit Welt zu suchen. In einer beispiellosen Blitzaktion habe ich innerhalb eines Monats Delphi gelernt und gleichzeitig den DiskOrganizer von der bisherigen 16-Bit in eine völlig neue 32-Bit Version portiert. Nicht nur Technologie, sondern alle Funktionen wurden überarbeitet und teils komplett neu geschrieben, das optische Design wurde komplett erneuert und mit den Eigenschaften, die Delphi bot, verknüpft. So entstand nach einem Monat intensiver Arbeit eine völlig neu Version 2.5, diesmal ausschließlich für Windows 95 und NT. Nicht nur die Bereitstellung enormer Speichermengen, sondern auch ein gewaltiger Geschwindigkeitszuwachs waren Lohn der Arbeit!
Konsequente und ständige Weiterentwicklung (teilweise tägliche Neuerungen) brachten schließlich ein Produkt heraus, das den Vergleich nicht zu scheuen braucht! Zahlreiche neue Features, Bugfixes und Absicherungen habe ich seitdem in die Software implementiert, Rücksprachen mit Anwendern und Testern gehalten, und und und....
Fazit: Das, was Sie hier vor sich haben, diese Software, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit, Entwicklung und Konsequenz, die letztendlich in einer Art Perfektion mündet. Ich behaupte nicht, diese Software sei Fehlerfrei oder perfekt, an die tatsächliche Perfektion kommt niemand heran. Aber: ständige Weiterentwicklung, wie ich sie betreibe, bringt mich immer wieder einen Schritt näher in Richtung der Unendlichkeit und Unerreichbarkeit der Perfektion, der Vollkommenheit! Derzeit studiere ich an der Bremer Universität Informatik, es ist also noch mit weiteren Fortschritten zu rechnen!
Ich kann nicht sagen, wie lange das noch gehen wird. Vielleicht endet meine Arbeit daran in zehn Jahren, vielleicht in 20, vielleicht früher, vielleicht nie... Aber eines kann ich versprechen: solange ich an dieser Software weiterarbeite, solange wird die Entwicklung, die Verbesserung und der Weg in die Perfektion nicht enden!
PS: Delphi ist keine Programmiersprache, Delphi ist ein Lebensgefühl!!
BTW: Computer sind nicht alles im Leben (kleiner Scherz). Selbstverständlich habe ich auch noch ein "normales" Privatleben, doch das gehört nicht hierher!